Jury 2026

Foto: Ana Torres

Aida Baghernejad

Aida Baghernejad, geboren und aufgewachsen in Darmstadt, ist freie Kulturjournalistin, Moderatorin und Podcasterin und schreibt und spricht auf Deutsch und Englisch für allerlei regionale, überregionale und internationale Publikationen (u.a. FAS, Musikexpress, SZ, taz, tip berlin) am liebsten über Musik und Essen. Manchmal auch über beides gleichzeitig, meistens aber über das Politische im Sound, auf der Bühne oder dem Teller.

Sie ist Co-Moderatorin im englischsprachigen Podcast 55 Voices of Democracy von Thomas Mann Haus und Los Angeles Review of Books sowie Gründerin und Moderatorin des Podcasts Pasta & Politik, produziert in Zusammenarbeit mit Edition F. 2021 erhielt sie den International Music Journalism Award des Reeperbahn Festivals als beste deutschsprachige Musikjounalist:in, war 2019 und 2020 für den Listen to Berlin Award in der Kategorie Journalismus und 2021 für den Alternativen Medienpreis in der Kategorie Macht nominiert. Meistens lebt sie in Berlin, manchmal in London, vor allem aber im Internet. Seit 2022 ist Aida Mitglied im Beirat des Deutschen Jazzpreises und jetzt auch neu in der Jury des Kathrin-Preises. Heiner-Power!

Foto: Lena Ganssmann

Dr. Bettina Bohle

Bettina Bohle ist seit März 2024 Leiterin des Jazzinstituts Darmstadt. Siestudierte Musik(wissenschaft), griechische Philologie und Philosophie in Greifswald, Glasgow, Padua und London. Bis Februar 2024 leitete sie das Umsetzungsprojekt für ein Zentrum für Jazz und Improvisierte Musik in Berlin. Die Konzeption und Organisation dieses Projekts verantwortete sie von Beginn an zu einem wesentlichen Teil mit. Nebenher war sie als freie Projektmanagerin bei der Initiative Musik tätig. Dort bereitete sie die erste Ausgabe des Deutschen Jazzpreises konzeptionell und organisatorisch vor. Sie betrieb mehrere Jahre den Jazzblog JAZZAffine mit zugehörigem wöchentlichem Newsletter. Bohle ist Lehrbeauftragte am Institut für Musik und Musikwissenschaft der Universität Hildesheim und bietet dort Kurse im Themenkreis Jazz mit Schwerpunkten in Kulturpolitik, Philosophie und Soziologie an. Seit 2019 ist Bohle zudem eine der Sprecherinnen der Bundeskonferenz Jazz und damit maßgeblich an der Erstellung des Berichts zur Situation des Jazz in Deutschland beteiligt, der 2024 erscheinen wird.

Foto: Schindelbeck

Sebastian Gramss

Der Kontrabassist Sebastian Gramss gehört zu den überraschendsten und umtriebigsten Improvisatoren in Deutschland. Sein Bassspiel, aber auch seine vielfältigen Projekte wurden vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Bands wie Underkarl, Slowfox, Bassmasse oder seine legendären Bassduette mit anderen internationalen Kontrabasspionieren (William Parker, Barre Phillips, Stefano Scodanibbio, Tetsu Saitoh, Mark Dresser, Barry Guy oder Joëlle Léandre) revolutionieren immer auch ein Stück weit den Blick des Publikums auf den Kontrabass als improvisierendes Instrument.

Sebastian Gramss, Jahrgang 1966, gehört zu den verdientesten und vielleicht auch am häufigsten ausgezeichneter improvisierender Kontrabassisten seiner Generation in Deutschland. Neben mehreren ECHO Jazz-Auszeichnungen als Solist in der Vergangenheit, werden insbesondere seine außergewöhnlichen musikalischen Projekte öffentlich gewürdigt, etwa das Riesenensemble Bassmasse mit 50 Kontrabassisten, das mit dem WDR produzierte audio-visuelle Programm States of Play, dass 2019 auch in Darmstadt aufgeführt wurde oder sein 2022 mit dem Sonderpreis der Jury des Deutschen Jazzpreises ausgezeichnete politisch-aktivistische Projekt Hard Boiled Wonderland – Musical Resistance.

Foto: privat

Stefan Hentz

Stefan Hentz wurde 1957 in Kaiserslautern geboren und wuchs in Offenbach/Main auf. Er studierte Germanistik, Romanistik und Politik in Marburg und Hamburg. Seit 1984 lebt er in Hamburg und arbeitet seither freiberuflich für unterschiedliche Medien. Er schreibt vor allem über Kultur. Seine Texte veröffentlicht er aber auch in der ZEIT, in der Neuen Zürcher Zeitung, im Tagesspiegel und diverse Jazzmedien, sowie für den WDR und den NDR. 2015 erhielt er den Rocco-Clein-Preis für Musikjournalismus, 2019 den „Preis für deutschen Jazzjournalismus“.

Foto: folgt

Bodo Neumann-Gutzeit

Bodo Neumann-Gutzeit ist Schlagzeuger und leitet seit 2012 die Frankfurter Musikwerkstatt (FMW) in Frankfurt am Main, eine der ältesten staatlich anerkannten privaten deutschen Musikakademien mit Schwerpunkt Jazz und populäre Musik (gegründet 1984). Gleichzeitig ist er, gemeinsam mit seiner Frau Daniela Gutzeit, Gründer und Leiter von „Kreativhaus e.V.“, einer Kunst- und Musikschule mit Standorten in Mainz, Wiesbaden und Frankfurt am Main. Bodo wurde 1971 in Bochum geboren und wuchs in Gießen und Wetzlar auf. Er studierte in Gießen und Frankfurt am Main und schloss sein Studium als „Staatlich anerkannter Berufsmusiker und Instrumentalpädagoge für Jazz und Popularmusik“ an der FMW im Jahr 2001 ab. Eine der vielen anderen renommierten Absolvent:innen der FMW war 1998 übrigens die Saxophonistin Kathrin Lemke.

Foto: Lukas Diller

Theresia Philipp

Theresia Philipp ist Saxophonistin, Klarinettistin und Komponistin. Sie studierte in Köln und Mannheim, war selbst Mitglied im Bundesjazzorchester und gilt als eine der markanten Stimmen der deutschen Jazzszene. Als Saxophonistin und Komponistin prägt sie ihre Ensembles Pollon und Seeds of Sweat und schreibt Werke für Chor, Big Band und Orchester. Aufträge erhielt sie u. a. vom MDR Rundfunkchor, der HR Big Band, dem EOS Kammerorchester und ColLab Cologne. Für ihre Arbeit wurde sie u. a. mit dem Kölner Jazzpreis (2020) und dem WDR Jazzpreis (2022) ausgezeichnet. Seit 2025 ist sie Teil des Teams der künstlerischen Leitung des Bundesjazzorchesters. Zudem unterrichtet sie als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Foto: Cristina Marx

Edith Steyer

Edith Steyer ist Klarinettistin und Saxophonistin im Bereich der freien und experimentellen Improvisation, sowie Komponistin. Nach einem Jazzstudium und vielen Jahren Arbeit als Jazzmusikerin, begann sie sich vermehrt von den spezifischen formalen, tonalen und harmonischen Vorgaben zu verabschieden. Heute widmet sie sich der Erforschung ihrer Instrumente durch erweiterte Spieltechniken, Präparationen und dem Einsatz von Feedback. In ihren Projekten verwebt sie die Klänge der Holzblasinstrumente mit den anderen Instrumenten, arbeitet mal thematisch, mal konzeptuell und performativ. Immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Sounds und Strukturen, ist ihr oberstes Ziel, der Musik, in der Kommunikation mit den anderen Musiker*innen, Bedeutung und Intensität zu verleihen.

Mit Kathrin Lemke verband sie über viele Jahre nicht nur die gemeinsame Band „Les Femmes Futürres“, sondern auch eine Freundschaft, die nicht zuletzt von einer großen gemeinsamen Leidenschaft für den Jazz und den Free Jazz geprägt war, sowie auch – als Alto Sisters – von den Erfahrungen als Saxophonistinnen und Multiinstrumentalistinnen in der Jazzwelt. Zuletzt arbeiteten sie 2015 am Staatstheater Cottbus in einem Saxophonquartett zusammen.

Varain - Photo: Bart Maris
Foto: Bart Maris

Jeanne-Marie Varain

Jeanne-Marie Varain (*1990) ist Künstlerische Leiterin des Avantgarde Festival. Sie studierte Freie Kunst (Dipl.) in Braunschweig und Raumstrategien (MA) in Kiel. Als Musikerin, Kuratorin und Kulturmanagerin verbindet sie künstlerische Perspektiven mit organisatorischer und kulturpolitischer Praxis. Zuvor war sie Geschäftsführerin der Moers Kultur GmbH. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich insbesondere mit der Rolle experimenteller Kunst in gesellschaftlichen Transformationsprozessen.

Robert Lucaciu - Bassist - Foto: Schindelbeck
Foto: Schindelbeck

Robert Lucaciu

Eine Trägerin oder einen Preisträger des Kathrin-Preises aus den Vorjahren wird stets in die Juryarbeit miteinbezogen.
Robert Lucaciu ist Kontrabassist, Cellist, Komponist und Pädagoge. Er wurde 1988 in Plauen geboren, wuchs in einem musikalischen Umfeld auf und studierte Jazz- und klassischen Kontrabass sowie Komposition in Leipzig und Dresden. Als vielseitiger Musiker bewegt er sich zwischen Jazz, Improvisation und zeitgenössischer Musik. Lucaciu ist in zahlreichen Projekten als Bandleader und Sideman aktiv und arbeitet mit Musikern aus der deutschen und internationalen Jazzszene zusammen. Neben seiner Konzerttätigkeit ist er auch lehrend tätig; seit 2024 ist er Professor für Jazz-Bass an der Hochschule für Musik Nürnberg. Zu seinen Auszeichnungen zählen – neben dem Kathrin-Preis – unter anderem der Leipziger Jazznachwuchspreis sowie weitere Stipendien und Förderpreise