Kathrin-Preis Aktuell

Foto: Manuel Miethe

Joss Turnbull wird am 24. Mai in Darmstadt mit dem „Kathrin‐Preis / Kathrin Lemke Scholarship for Young Jazz Improvisers“ 2019 ausgezeichnet. Die Probenwoche des ersten Kathrin‐Preises findet vom 20. bis 24. Mai 2019 statt. Den Abschluss bildet die offizielle Verleihung während des Preisträgerkonzerts am 24. Mai 2019 im neueröffneten Musikclub 806qm auf dem Gelände der TU Darmstadt. Mit Joss Turnbull werden folgende Musikerinnen und Musiker auf der Bühne stehen:

Joss Turnbull | Zarb, Electronics
Léa Roger | Harfe, Stimme, Electronics
Naranbaatar Purevdorj | Ikh Khuur, Obertongesang
Pablo Giw | Trompete, Electronics
Philip Zoubek | Klavier

Die Workshopwoche des ersten Kathrin-Preises findet vom 20. bis 24. Mai 2019 statt. Den Abschluss bildet die offizielle Verleihung während des Preisträgerkonzerts am 24. Mai 2019 im neuen Musikclub 806qm auf dem Gelände der TU Darmstadt.

„Unterschiedliches vereinen – Gegensätze zulassen“ ist der feste Vorsatz des Perkussionisten Joss Turnbull, der in diversen Projekten den Kontakt mit Musiker*innen  aus anderen Kulturkreisen sucht. Dabei stellen sich ihm elementare Fragen: Was kann Musik leisten? Was passiert, wenn unterschiedliche musikalische Traditionen gleichzeitig bestehen? Können sie das überhaupt?

Turnbull will in seiner Werkstattwoche in Darmstadt das Spannungsfeld einer improvisatorischen Praxis, die auf ganz verschiedenen Grundlagen basiert ausloten. Er hat dazu eine Reihe Kolleg*innen eingeladen, um mit ihnen arbeiten, spielen, diskutieren, Gemeinsamkeiten genauso wie Unterschiede zu erkunden. Am Ende wird ein Konzert stehen, in dem all das, was da eine Woche über verhandelt wurde, hörbar wird: mit Stimmen unterschiedlichster Hintergründe, aber ganz aus dem Geist des Jazz.

In der Offenheit Turnbulls Ansatzes und in seinem Bewusstsein dafür, dass Improvisation den „kleinsten gemeinsamen Nenner“ vielleicht gar nicht braucht, wenn man die Direktheit und Unmittelbarkeit des Ausdrucks auch im gemeinsamen Zusammenspiel erhalten will, sieht die Jury eine Haltung, für die auch Kathrin Lemke in ihrer Musik immer plädiert hatte. Turnbulls Darmstädter Experiment will erkunden, ob Musik, jenseits von Weltmusik und abseits von exotischen Klischees eine Einheit bildet, ohne ihre Eigenheit zu verlieren. Manchmal versteht man das Fremde eben nur dann, wenn man es gerade nicht „verstehen“ will, sondern die Differenz bewusst zulässt.

Neben Turnbull waren sieben weitere Musikerinnen und Musiker von den Mitgliedern der Jury für den Preis nominiert worden: Natalie Greffel, Erik Leuthäuser, Dominik Mahnig, Philipp Rumsch, Katrin Scherer, Cansu Tanrikulu und Rebekka Salomea Ziegler.

Karten für das Konzert sind bereits erhältlich: Musikclub 806qm

Die Veranstaltung wird vom Hessischen Ministerium
für Wissenschaft und Kultur gefördert.